Blick über den Zaun
In diesen Seminaren möchten wir das Gespräch zwischen den Fächern fördern: der Germanist diskutiert mit den Philosophen, die Chemikerin mit den Theologen, der Mediziner mit den Literaturwissenschaftlern– ein Projekt, das Gelegenheit gibt, den eigenen akademischen Horizont zu erweitern. Hier kann man ohne Erfolgsdruck und "Schein-Zwang" mit der wissenschaftlichen Basis anderer Fächer bekannt werden.
Die Entwicklung des Christentums im 1. Jh. n. Chr.
Evangelien als geschichtliche Quellen
Seminar mit Dr. Alwin Renker
Der Rabbiner Leo Baeck, der das KZ Theresienstadt überlebte und 1956 in London starb, publizierte 1938 "Das Evangelium als Urkunde der jüdischen Glaubensgeschichte". Der kath. Priester und Religionswissenschaftler Alfred Loisy wurde 1907 exkommuniziert, weil die römische Kurie einen Irrtum in seiner Feststellung befand: "Jesus verkündete das Gottesreich und gekommen ist die Kirche".
Das Seminar überprüft die Evangelienschriften Markus, Matthäus und Lukas sowie Johannes, die ab dem letzten Drittel des 1. Jh. n. Chr. entstanden, nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem durch die Römer im Jahre 70 n. Chr. Es dauerte noch zwei Jahrhunderte, bis die jüdische Sekte der Christianer unter Kaiser Konstantin bzw. Theodosius römische Staatskirche wurde.
Wer keine Bibel besitzt, kann die zur Verfügung gestellten Texte benützen.
| Termin: | montags, 20.00 Uhr (s.t.) |
| Beginn: | 09.05.11 |
| Ort: | HS 1131, Kollegiengebäude I |
| Teilnahme: | max. 25 Personen |
| Gebühr: | keine |
| Anmeldung: | ab sofort telefonisch im Studium generale (203-2003) oder nach der ersten Sitzung |
