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Blick über den Zaun

In diesen Seminaren möchten wir das Gespräch zwischen den Fächern fördern: der Germanist diskutiert mit den Philosophen, die Chemikerin mit den Theologen, der Mediziner mit den Literaturwissenschaftlern– ein Projekt, das Gelegenheit gibt, den eigenen akademischen Horizont zu erweitern. Hier kann man ohne Erfolgsdruck und "Schein-Zwang" mit der wissenschaftlichen Basis anderer Fächer bekannt werden.

Religionsgeschichte im Erbe
Religiöse Aufspaltungen im Vorderen Orient und in Europa

Seminar mit Dr. Alwin Renker

Das Christentum beerbte die jüdische Religion. Es war eine judenchristliche Abspaltung. Der jüdischen Bibel – christlich gelesen: dem Alten Testament – wurde dann das Neue Testament angefügt und damit entstand die christliche Bibel. Wenn auch in beiden Religionen der Monotheismus als der Eingottglaube bezeugt wird, hat das normative Judentum im 1. Jh. n. Chr. Jesus und dann die christliche Bibel mit ihrem Messias(Christus)-Glauben als Abweichung verstanden.
Im 7. Jh. n. Chr. kam der Islam als dritte Weltreligion in diesem Raum hinzu. Von ihr kann gelten, daß beträchtliche Traditionsstoffe aus der jüdischen so wie aus der christlichen Bibel aufgenommen wurden, unbeschadet der muslimischen Auffassung von der Gottesoffenbarung, die dem letzten der Propheten, Muhammad, zuteil wurde. Das Seminar behandelt die vorkoranischen religionsgeschichtlichen Stoffe und geht auf ihre anerkannte Bedeutung in der jeweiligen Religion ein.
Erforderlich für die Teilnahme ist eine Gesamtbibel sowie eine Koranausgabe. Sondertraditionen werden in Kopie zur Verfügung gestellt.

Termin:montags, 20.00 Uhr (s.t.)
Beginn:31.10.11
Ort:HS 1131, Kollegiengebäude I
Teilnahme:max. 25 Personen
Gebühr:keine
Anmeldung:ab sofort telefonisch im Studium generale (203-2003) oder nach der ersten Sitzung
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