Kammermusikabend
mit Nicolas Chumachenco (Violine) und Gilead Mishory (Klavier)
Albert Konzerte und Studium generale
in Zusammenarbeit mit der Volksbank Freiburg eG
Dienstag, 17.01.12 / 19.30 Uhr / Aula, Kollegiengebäude I
Kammermusikabend
mit Nicolas Chumachenco (Violine),und Gilead Mishory (Klavier)
Programm
Giuseppe Tartini / Gilead Mishory
“Didone Abbandonata” (Sonate g-Moll für Violine und Klavier) bearbeitet für Klavier solo
(Deutsche Erstaufführung)
Joseph Haydn
Variationen f-Moll Hob. XVII:6
Gilead Mishory
“Kinnor” (“Violine”) für Klavier solo
(Deutsche Erstaufführung)
Claude Debussy
"Pour invoquer Pan, dieu du vent d’été" (Épigraphes Antiques)
"Canope" (Préludes, Buch II)
"Pour la danseuse aux crotales" (Épigraphes)
"Pour l’Egyptienne" (Épigraphes)
"Les Fées sont d'exquises danseuses" (Préludes, Buch II)
Karol Szymanowski
"Mythes" für Violine und Klavier op. 30
Durch das Programm führt N.N.
(Änderungen vorbehalten)
| Karten: | € 28,–/ 18,–/ 10,– ermäßigt € 22,–/ 14,–/ 7,– (inkl. VVK-Gebühr) |
| Vorverkauf: | Albert Konzerte, Tel. 0761/289442 | info@albert-konzerte.de (nur hier Ermäßigung für Abonnenten der Albert Konzerte) und online unter www.albert-konzerte.de Studium generale, Belfortstr. 20, 1. OG, Tel. 0761/203-2003 und online unter www.studiumgenerale.uni-freiburg.de/ticket BZ-Karten-Service, Tel. 0761/496-8888 und alle BZ-Geschäftsstellen Buchhandlung Rombach, 0761/4500-2432 |
| Abendkasse: | ab 19.00 Uhr (Restkarten) |
Die Künstler

Nicolas Chumachenco (Violine) wurde als Sohn russischer Eltern in Polen geboren und wuchs in Argentinien auf. Schon als Zwölfjähriger debütierte er mit Wieniawskis Konzert Nr. 2 für Violine und Orchester. Seiner Ausbildung in Buenos Aires folgten Studien bei Jascha Heifetz in Kalifornien und danach bei Efrem Zimbalist am Curtis Institute of Music in Philadelphia. Nicolas Chumachenco wurde Preisträger sowohl beim Internationalen Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau als auch beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel.
Seine Konzertlaufbahn umfaßt zahlreiche Sonatenabende sowie Konzerte mit Orchester unter der Leitung von namhaften Dirigenten wie Wolfgang Sawallisch, Zubin Mehta, Ferdinand Leitner, Peter Maag, Moshe Atzmon u.a. in Europa, Nord- und Südamerika sowie ausgedehnte Tourneen in der ehemaligen UdSSR. Rudolf Kempe lud ihn ein, die Tschaikowsky- und Dvorák-Violinkonzerte mit den Münchner Philharmonikern aufzuführen. Er war viele Jahre Konzertmeister des Zürcher Kammerorchesters und reiste mit seinem Streichquartett, dem "Neuen Zürcher Quartett", das Yehudi Menuhin als "eines der weltbesten" bezeichnete, durch die wichtigsten Musikmetropolen Europas, Nord- und Südamerikas. Sowohl mit diesem Ensemble als auch als Solist war er regelmäßig zu Gast beim "Menuhin Festival" in Gstaad (Schweiz). Von 1978 bis 2009 lehrte er an der Musikhochschule Freiburg. Bis heute unterrichtet er in Meisterkursen in Europa und Südamerika, u.a. bei "Villa Musica" und im "Conservatorio Superior de Música de Aragón" in Zaragoza (Spanien). Seit fast 20 Jahren wirkt er als Dirigent und Solist des Madrider Kammerorchesters "Reina Sofia" (Königin Sophia), das von der Fachpresse als "bestes Kammerorchester Spaniens" gefeiert wird. Als Mitglied des Ensembles Villa Musica spielt er mit einigen der besten Instrumentalisten Deutschlands. Schallplattenaufnahmen (u.a. die 24 Paganini-Capricen, die Solo-Sonaten und Partiten von Bach und die Sonaten für Violine und Klavier von Brahms, Grieg und Schumann, eingespielt für das unabhängige Klassik-Label Edelweiss Emission) runden seine künstlerischen Aktivitäten ab. Nicolas Chumachenco spielt eine Geige Marc de Sterkes von 2008.
Gilead Mishory (Klavier) wurde 1960 in Jerusalem geboren und studierte dort an der Rubin-Akademie. Auf Empfehlung von Alfred Brendel vollendete er seine Studien bei Gerhard Oppitz in München und bei Hans Leygraf am Salzburger Mozarteum. Mit angesehenen Orchestern, renommierten Kammermusikpartnern und ideenreichen Soloprogrammen führt er weltweit Werke aller Stilepochen auf. Dabei legt er einen besonderen Akzent auf die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts.
Als Erster spielte er das gesamte Klavierwerk und die Kammermusik mit Klavier von Leoš Janácek ein. Weitere CDs mit Werken von Haydn, Brahms, Schubert, Bartók und mit eigenen Kompositionen sowie zahlreiche Radio-Aufnahmen fanden gleichermaßen hohe Anerkennung. Die begeisterte Kritik bezeichnete ihn als "Klangzauberer", als "technisch perfekten Poeten des Klaviers" und als "Pianisten mit Klangsinn, Charme und Esprit".
Mit dem 1998 uraufgeführten Zyklus "Lider-Togbuch" nach Gedichten von Sutzkever schaffte er den Durchbruch als Komponist. Seine Affinität zu Literatur als Quelle der Inspiration zeigt sich auch bei den "Hebräischen Balladen" nach Else Lasker-Schüler, bei "Fluchtstücke" nach dem Roman von Anne Michaels, im "Psalm"-Streichquartett nach Paul Celan, oder "Di wajte hajmat majne", für Tenor und Orchester, nach Gedichten von Marc Chagall. Seine Erste Oper, "Isaaks Jugend", beendete er 2010. 2011 Erschien die neue CD mit seinen Werken bei NEOS.
Im Jahr 2000, nach zweijähriger Professur an der Hochschule Detmold-Dortmund, wurde Gilead Mishory an die Musikhochschule in Freiburg berufen, als Nachfolger von Seemann, Levin und Béroff. Er wird regelmäßig eingeladen, in der ganzen Welt Meisterkurse zu leiten.
Wir danken unseren Partnern herzlich:
