Richard Strauss’ „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ und Igor Strawinskys „Petruschka“
In Zusammenarbeit mit dem SWR Sinfonieorchester Freiburg und Baden-Baden und Uni-TV / Medienzentrum der Universität Freiburg
Öffentliches Probenkonzert mit Videoprojektionen von Studierenden
Im Sommer 1910 war Igor Strawinsky mit dem Feuervogel gleichsam über Nacht berühmt geworden. Bereits wenig später begann er mit der Komposition eines Konzertstücks für Klavier und Orchester, aus dem schließlich 1911 die erste Fassung von „Petruschka“ hervorging. In den Erinnerungen heißt es: „Bei dieser Arbeit hatte ich die hartnäckige Vorstellung einer Gliederpuppe, die plötzlich Leben gewinnt und durch das teuflische Arpeggio ihrer Sprünge die Geduld des Orchesters so sehr erschöpft, dass es sie mit Fanfaren bedroht. Daraus entwickelt sich ein schrecklicher Wirrwarr, der auf seinem Höhepunkt mit dem schmerzlich-klagenden Zusammenbruch des armen Hampelmannes endet.“ Während der russische Possenreißer Petruschka in Strawinskys Ballettmusik als tragische Figur auftritt, kann man Till Eulenspiegel trotz eines ähnlichen Endes als eine Art optimistisches Gegenstück dazu verstehen: Bis zum Schluss behält er das Heft des Handelns in der Hand, es triumphiert der Schalk.
Was im Sommersemester 2011 bei der Aufführung von Hindemiths Sinfonie „Mathis der Maler“ im Audimax der Universität seinen Anfang nahm, wird in diesem Sommer im Konzerthaus fortgesetzt: Während des Probenkonzerts werden Studierende als Musikregisseure agieren, Kamera führen und am Bildmischer vorproduziertes und live aufgenommenes Material zusammenbringen und so die Aufführung dieser Programmmusik durch ihre Illustrationen, Assoziationen und Interpretation begleiten. Ein Abenteuer für die Macher, ein audiovisuelles Erlebnis für die zuschauenden Zuhörer.
| Termin: | Mittwoch, 20.06.12, 12.30 Uhr – 13.30 Uhr |
| Ort: | Konzerthaus (Haupteingang) |
| Eintritt frei |
