Kontakt Sekretariat
 
Alice Barbaric
 
Bürozeiten:
Montag bis Freitag 9-12 Uhr
Montag bis Donnerstag 13-15.30 Uhr
 
Tel. 0761/203-2003
Fax 0761/203-2040

 

 

 

 

 

« Mai 2018 »
Mai
MoDiMiDoFrSaSo
123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031

           Podcast

Uni-Logo

Die Welt als gemeinschaftlicher Besitz – China zwischen Konfuzianismus, Marxismus und Demokratie

In Zusammenarbeit mit dem Konfuzius-Institut Freiburg

 Referent: Prof. Dr. Karl-Heinz Pohl

 

Donnerstag / 03.05.18 / 18.30 Uhr / Haus zur Lieben Hand, Großer Saal

 
Die konfuzianische Tradition ist ca. 2.500 Jahre alt. Die Lehren des Konfuzius haben somit das Leben in China und in den umliegenden, von der chinesischen Kultur beeinflussten Ländern in vergleichbar nachhaltiger Weise geprägt wie in Europa die Lehren des Christentums. Der Konfuzianismus wirkte vor allem gestaltend auf die politische Struktur Chinas. Der Vortrag geht den wichtigsten diesbezüglichen Konzepten nach wie: "Volk als Basis" (min ben), "Harmonie" (he), "die Welt gehört allen gemeinschaftlich" (tianxia wei gong), "bescheidener Wohlstand" (xiaokang) etc. und erkundet Gemeinsamkeiten zum Marxismus chinesischer Prägung. Dabei wird deutlich, dass nicht nur Chinas vormodernes, sondern auch sein modernes Staatswesen als Meritokratie angesehen werden kann. Schließlich werden die Fragen erörtert, wie kompatibel moderne westliche Demokratievorstellungen mit den traditionellen chinesischen Ordnungsvorstellungen sind bzw. ob oder in welchem Maße letztere noch eine Relevanz für die Lösung aktueller Probleme besitzen. Dabei wird deutlich, dass die Frage, ob eine Demokratie nach westlichem Muster für ein Land mit 1400 Millionen Menschen (mit Problemen entsprechender Größenordnung) zur Zeit die beste Lösung ist, durchaus kontrovers beantwortet werden darf.  
Der Vortrag endet mit einem Ausblick auf die Zukunftschancen des gegenwärtigen "Modell China": Möglicherweise wären sie nicht schlechter, wenn China sich auch an eigenen (konfuzianischen) Idealvorstellungen orientieren würde. Pragmatisch gesehen wäre es dabei durchaus möglich, die bestehende Meritokratie behutsam in demokratischer und rechtstaatlicher Weise auszubauen und somit politische Ordnungsvorstellungen sowohl chinesischer als auch westlicher Provenienz miteinander zu verbinden.

 

 
 
 
 
Benutzerspezifische Werkzeuge