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Einzelveranstaltungen

 

Einzel_Sebastian Bender

 

Die EU und die Türkei – getrennte Wege?

 

Referent: Prof. Dr. Thomas Diez (Universität Tübingen)


Donnerstag / 26.04.18 / 20 Uhr s. t. / HS 1199, KG

 

Beitrittsverhandlungen stocken seit langem, der Zypernkonflikt bleibt ungelöst, in Syrien bekämpft die türkische Armee die vom Westen unterstützte kurdische YPG, und unter Präsident Erdoğan hat sich spätestens seit dem gescheiterten Putschversuch 2016 die Menschenrechtslage dramatisch verschlechtert. Zugleich versucht die EU, die Türkei in eine gemeinsame Flüchtlingspolitik einzubinden. Wie können wir die Entwicklungen in der Türkei erklären? Welche Rolle spielte die EU dabei? Und gibt es Wege aus der Krise oder gehen die EU und die Türkei fortan getrennte Wege?

Prof. Dr. Thomas Diez ist Professor für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen an der Universität Tübingen und Präsident der European International Studies Association. Er ist ein profunder Kenner der EU-Türkei-Beziehungen und Träger des Anna-Lindh-Preises für seine Analysen der europäischen Außenpolitik.

 

Begrüßung und Einführung:

  • Prof. Dr. Jürgen Rüland, Lehrstuhl für Internationale Politik, Seminar für Wissenschaftliche Politik 

 

 

Putin Forever? Rußland nach der Präsidentenwahl

 

In Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Freiburg und der West-Ost-Gesellschaft Südbaden e.V.

 
Referent: Dr. h.c. Gernot Erler (Staatsminister a.D., Freiburger MdB 1987-2017)


Donnerstag / 19.04.18 / 20 Uhr c. t. / HS 1199, KG I

 

Am 18. März wurde Wladimir Putin erneut zum Präsidenten Rußlands gewählt, mit 77% der Stimmen und einer vierten Amtszeit bis 2024. Wie sieht die Bilanz der Putin Zeit von 2000 bis heute aus? Und was bedeutet die Wahl für die Zukunft der Menschen in Rußland, für Opposition und Zivilgesellschaft, für Moskaus Verhältnis zu Deutschland und Europa und für Rußlands Rolle in der Welt?

Es referiert Dr. h.c. Gernot Erler, Staatsminister a.D. und Freiburger MdB von 1987 bis 2017, Koordinator der Bundesregierung für die zwischengesellschaftlichen Beziehungen mit Rußland, Zentralasien und den Ländern der östlichen Partnerschaft. Anschließend Diskussion.

 

Begrüßung und Einführung:

  • Prof. Dr. Jürgen Rüland, Lehrstuhl für Internationale Politik, Seminar für Wissenschaftliche Politik; Leiter des Colloquium politicum

 

 

Freiburger Horizonte - Der Mensch als Architekt seiner/ihrer selbst:  Mechanismen und Möglichkeiten kognitiver Selbststeuerung

 

In Zusammenarbeit mit dem Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS)

Donnerstag / 07.06.18 / 19 Uhr s. t. / HS 3044, KG III

 

Der Vortrag Der Mensch als Architekt seiner/ihrer selbst findet im Rahmen der FREIBURGER HORIZONTE statt, welche im Wintersemester 2014/2015 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg als neues Vortragsforum eingeführt wurden. Dieses Forum befasst sich insbesondere mit aktuellen und gesellschaftspolitisch relevanten Themen durch Vorträge, Podiumsdiskussionen und Symposien. Angesiedelt sind die Freiburger Horizonte am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS). Das FRIAS ist das internationale Forschungskolleg der Universität. Es lädt herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt zu einem Forschungsaufenthalt nach Freiburg ein. Das Institut bringt so Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen zusammen und will damit kreative Denkansätze und interdisziplinäre Zusammenarbeit verbinden und unterstützen.
 
Referent: Prof. Dr. Bernhard Hommel (Leiden University, Institute of Psychology, Cognitive Psychology Unit & Leiden Institute for Brain and Cognition)

 
Traditionell unterscheidet die Psychologie zwischen der willentlichen Kontrolle menschlicher Handlungen und automatisiertem, gewohnheitsmäßigem Handeln - zwei konkurrierenden Stilen der menschlichen Handlungskontrolle. Jüngere Untersuchungen legen jedoch nahe, dass diese Unterscheidung konzeptuell und empirisch nicht haltbar ist. Unterschiede innerhalb und zwischen Personen sind vielmehr auf unterschiedliche Stile der Handlungskontrolle zurückzuführen, die zwischen der ausschließlichen Fokussierung auf eigene Ziele ("Persistenz" in der Fachterminologie) und der starken Berücksichtigung aktueller situativer Umstände ("Flexibilität") variieren kann. Der Vortrag widmet sich den neuronalen und funktionellen Grundlagen dieser Stile, ihren genetischen und sozialen Determinanten, sowie verschiedenen Möglichkeiten ihrer Beeinflussung, wie z. B. Meditation, Ernährung, Hirnstimulation oder Neurofeedback.

 

Entwicklungszusammenarbeit mit Indien – Chancen und Grenzen

 

In Zusammenarbeit mit dem Arnold-Bergstraesser-Institut und dem Center for Transcultural Asian Studies (CETRAS)

 
Referent: Dr. Wolfram Klein (Referat Indien und Südasien, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Bonn)

 
Donnerstag / 17.05.18 / 18 Uhr c. t. / HS 1199, KG I

 
Indiens Bevölkerung und Wirtschaft wachsen. Die größte Demokratie sieht sich auf dem Weg zur Weltmacht. Deutschland und Indien haben in diesem Jahrzehnt eine “strategische Partnerschaft“ ausgerufen. Ist in einer solchen Partnerschaft noch Platz für die Entwicklungszusammenarbeit? Was will, was kann Entwicklungszusammenarbeit mit Indien heute bewirken?

Dr. Wolfram Klein ist seit 20 Jahren im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, seit 4 Jahren leitet er dort das Referat für Indien und Südasien. Vor seiner Tätigkeit im BMZ war er für die GIZ und die Friedrich-Ebert-Stiftung tätig und freier Mitarbeiter des ABI in Freiburg. Seine Promotion in Politikwissenschaft an den Universitäten Freiburg und Rostock schloss er 1996 mit dem Thema: Der Mercosur. Unternehmer und Gewerkschaften ab.

 

 

Oberbürgermeisterwahl 2018 in Freiburg (OB) - Zimmer frei: Die Kandidaten zur Freiburger Oberbürgermeisterwahl stellen sich vor

 

In Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Freiburg und dem Carl-Schurz-Haus/Deutsch-Amerikanisches Institut e.V.


Dienstag / 17.04.18 / 20 Uhr c. t. / Audimax KG II
 
Am 22. April 2018 sind die Freiburgerinnen und Freiburger zur Wahl ihres Oberbürger-meisters aufgerufen. Der Wahlkampf geht in den Endspurt, die Kandidaten sind auf der Zielgeraden. In der letzten gemeinsamen Veranstaltung stellen sich die Bewerber fünf Tage vor der Wahl den Fragen von Studierenden und Bürgern: Wie wollen die Kandida-ten die Zukunft Freiburgs gestalten? Welche politischen Schwerpunkte wollen sie in der achtjährigen Amtszeit setzen? Aber auch: welche Persönlichkeit steckt hinter der Fassa-de von inszenierten Auftritten und gestylten Kandidatenprospekten?
In einem fiktiven Bewerbungsverfahren werden die Kandidierenden zu ihren politischen Vorhaben, aber auch zu ihren persönlichen Einstellungen befragt. Kompetenz und Humor sind gefragt. Und natürlich müssen sie die Frage beantworten, warum sie gerade in diese „Freiburger WG“ einziehen möchten - selbstverständlich wird immer der thematische Bezug zur Aufgabe als Oberbürgermeister mitschwingen. Anschließend können die Kan-didierenden im Gespräch auch noch in kleinerer Runde befragt werden.
Die Teilnahme an der Veranstaltung steht allen offiziell zugelassenen Kandidatinnen und Kandidaten offen.
 
 
 
Begrüßung und Einführung:

  • Dr. Arndt Michael, ass. iur. (Colloquium politicum)
  • Dr. Michael Wehner (Landeszentrale für politische Bildung Freiburg)

 

 

Podiumsdiskussion: Karl Marx – ein „toter Hund“?

 

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Soziologie und dem Philosophischen Seminar

 

Mittwoch / 25.04.18 / 20 Uhr c. t. / HS 1010, KG I
 

Zweihundert Jahre nach seiner Geburt scheint Karl Marx lebendiger denn je. Vor wenigen Dekaden noch als „toter Hund“ geschmäht, hat ihn die jüngste Finanzkrise wieder ins Gespräch gebracht, nicht zuletzt auch an Hochschulen. Gemeinsam mit dem Colloquium politicum nehmen das Institut für Soziologie und das Philosophische Seminar der Universität Freiburg das bevorstehende Jubiläum zum Anlass, Marx im Rahmen einer elfteiligen Ringvorlesung mit Vortragenden aus unterschiedlichen Disziplinen auf seine Aktualität hin zu befragen. Was bleibt von Marx? Hat er auf die drängenden Fragen der Gegenwart – die Zukunft des Kapitalismus und der Arbeit, unser Welt- und Selbstverhältnis, wachsende globale Ungleichheiten etc. – noch immer eine Antwort?
Zum Auftakt der Ringvorlesung findet am 25.04. eine Podiumsdiskussion mit Expertinnen und Experten der Karl-Marx-Forschung und -Rezeption statt:

 

Auf dem Podium:

  • Prof. Dr. Wolfgang Eßbach, Freiburg
  • Dr. Michael Berger, Freiburg
  • Prof. Dr. Andrea Maihofer, Basel
  • Dr. Michael Heinrich, Berlin



Moderation:

  • Dr. Christian Dries, Institut für Soziologie

 

Podiumsdiskussion Proteste der Elite? – Wie kann studentischer Protest in die Gesellschaft wirken?

 

In Zusammenarbeit mit der Fachschaft Politikwissenschaft

 

Montag / 11.06.18 / 20 Uhr c. t. / HS 1199, KG I

 

In einer Podiumsdiskussion wird das Colloquium politicum in Zusammenarbeit mit der Fachschaft Politikwissenschaft der Frage nachgehen, was eine studentische Bewegung leisten muß, um von gesamtgesellschaftlicher Relevanz zu sein. Dazu die Fachschaft Politik:
„Die letzten studentischen Bewegungen entzündeten sich am roten Tuch der Studiengebühren. Doch oft wiesen diese Bewegungen nicht über den Campus hinaus und blieben deswegen in ihrer gesellschaftlichen Reichweite begrenzt. Es wirkt, als würde es einer studentischen „Elite“ nur um das Verteidigen ihrer Privilegien gehen. Analog steigt die Prekarisierung von Arbeit in Deutschland – auch an Universitäten. Gibt es mittlerweile gemeinsame politische Interessen und Kämpfe von AkademikerInnen und ArbeiterInnen? (Text: FS Politik).

In der Podiumsdiskussion werden u. a. studentische Proteste wie „Holm bleibt“ oder der Streik des „TV Studs“ thematisiert.



Auf dem Podium:

  • Martin Holl, Jugendreferent DGB Freiburg
  • David Koch, Mitorganisator des Bildungsstreiks 2009 in Baden-Württemberg
  • AktivistInnen der Initiative „Holm bleibt“ (angefragt)

 

 

Die Welt als gemeinschaftlicher Besitz – China zwischen Konfuzianismus, Marxismus und Demokratie

 

In Zusammenarbeit mit dem Konfuzius-Institut Freiburg
 

Referent: Prof. Dr. Karl-Heinz Pohl

 
Donnerstag / 03.05.18 / 18.30 Uhr / Haus zur Lieben Hand, Großer Saal
 

Die konfuzianische Tradition ist ca. 2.500 Jahre alt. Die Lehren des Konfuzius haben somit das Leben in China und in den umliegenden, von der chinesischen Kultur beeinflussten Ländern in vergleichbar nachhaltiger Weise geprägt wie in Europa die Lehren des Christentums. Der Konfuzianismus wirkte vor allem gestaltend auf die politische Struktur Chinas. Der Vortrag geht den wichtigsten diesbezüglichen Konzepten nach wie: "Volk als Basis" (min ben), "Harmonie" (he), "die Welt gehört allen gemeinschaftlich" (tianxia wei gong), "bescheidener Wohlstand" (xiaokang) etc. und erkundet Gemeinsamkeiten zum Marxismus chinesischer Prägung. Dabei wird deutlich, dass nicht nur Chinas vormodernes, sondern auch sein modernes Staatswesen als Meritokratie angesehen werden kann. Schließlich werden die Fragen erörtert, wie kompatibel moderne westliche Demokratievorstellungen mit den traditionellen chinesischen Ordnungsvorstellungen sind bzw. ob oder in welchem Maße letztere noch eine Relevanz für die Lösung aktueller Probleme besitzen. Dabei wird deutlich, dass die Frage, ob eine Demokratie nach westlichem Muster für ein Land mit 1400 Millionen Menschen (mit Problemen entsprechender Größenordnung) zur Zeit die beste Lösung ist, durchaus kontrovers beantwortet werden darf.  
Der Vortrag endet mit einem Ausblick auf die Zukunftschancen des gegenwärtigen "Modell China": Möglicherweise wären sie nicht schlechter, wenn China sich auch an eigenen (konfuzianischen) Idealvorstellungen orientieren würde. Pragmatisch gesehen wäre es dabei durchaus möglich, die bestehende Meritokratie behutsam in demokratischer und rechtstaatlicher Weise auszubauen und somit politische Ordnungsvorstellungen sowohl chinesischer als auch westlicher Provenienz miteinander zu verbinden.

 

Chinas Volkswirtschaft zwischen Markt und Staat – Wirtschaftspolitische Weichenstellungen unter Xi Jinping

 

In Zusammenarbeit mit dem Konfuzius-Institut Freiburg

Referent: Prof. Dr. Markus Taube (Universität Duisburg/Essen)


Montag / 23.04.18 / 18.30 Uhr / Haus zur Lieben Hand, Großer Saal

 
Der Vortrag beleuchtet die Ergebnisse und Verlautbarungen des 19. Parteitages (18.-25. Oktober 2017) in Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung Chinas in den kommenden Jahren. Betrachtet werden industriepolitische Zielsetzungen, ordnungspolitische Visionen und realwirtschaftliche Herausforderungen.

Prof. Dr. Markus Taube ist Gründungspartner von THINK!DESK China Research & Consulting. Nach dem Studium der Sinologie und Volkswirtschaftslehre in Trier und Wuhan (VR China) promovierte er an der Ruhr-Universität in Bochum an der Fakultät für Wirtschaft Ostasiens. Zwischen 1996 und 2000 war er am ifo Institut für Wirtschaftsforschung München, tätig bevor er einen Ruf an die Universität Duisburg-Essen annahm. Professor Taube ist heute Inhaber des Lehrstuhls für Ostasienwirtschaften / China an der Mercator School of Management der Universität Duisburg/Essen und leitet zudem als Ko-Direktor das Konfuzius-Institut Metropole Ruhr.