Sie sind hier: Startseite Colloquium politicum Einzelveranstaltungen

Einzelveranstaltungen

Semestereröffnung FRIAS Freiburger Horizonte - Joseph Croitoru: Die Hamas

In Zusammenarbeit mit dem Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS)

Montag
15.04.24
19 Uhr s.t.
Aula,
KG I

Buchvorstellung
Joseph Croitoru
(Historiker; Journalist)
Die Hamas. Herrschaft über Gaza. Krieg gegen Israel 

m 15. April wird der Historiker und Journalist Joseph Croitoru sein am 14. März erschienenes Buch „Die Hamas“ vorstellen und mit dem Publikum diskutieren.

Zum Buch: „Der Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 markiert einen tiefen Einschnitt in der Geschichte Israels. Die Leichtigkeit, mit der Kämpfer der Hamas und des Islamischen Dschihad im Oktober 2023 die Grenze zu Israel überwunden haben, und die Unzahl ihrer Raketen haben die Welt verblüfft. Wie konnten so viele schwere Waffen in das vermeintlich lückenlos, bis tief in den Boden, gesicherte Gebiet gelangen? Welche Ideologie und welche Unterstützer stecken hinter der Hamas?
Joseph Croitoru beschreibt die Geschichte der „Islamischen Widerstandsbewe-gung“ (Hamas), die1987 aus der Muslimbruderschaft hervorgegangen ist und 2007 gewaltsam die Macht in Gaza übernommen hat. Er erläutert ihre unter-schiedlichen Gesichter als Wohltätigkeitsorganisation, Regierungspartei und Terrorgruppe […].“ (Text: C.H. Beck, gekürzt).


Über den Autor:
  • Joseph Croitoru, Historiker, Journalist und Buchautor, schreibt für die deutschsprachige Presse und den Rundfunk u.a. über den Nahostkon-flikt, jüdische und islamische Geschichte sowie religiösen Fundamenta-lismus. Joseph Croitoru wurde 2021 mit dem Friedenspreis der Ge-schwister Korn und Gerstenmann-Stiftung ausgezeichnet.
Moderation:
  • Dr. Arndt Michael, ass. jur., Leiter des Colloquium politicum der Uni-versität Freiburg

Über die Freiburger Horizonte:

Die Freiburger Horizonte als Vortragsforum des Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) befassen sich seit dem Jahr 2015 mit aktuellen und gesellschaftspolitisch relevanten Themen durch Vorträge, Podiumsdiskussionen und Symposien.

Das FRIAS ist das internationale Forschungskolleg der Universität Freiburg. Es lädt herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt zu einem Forschungsaufenthalt nach Freiburg ein und bringt so Expertinnen und Experten unterschiedlichster Disziplinen zusammen. Das Institut will damit kreative Denkansätze und interdisziplinäre Zusammenarbeit verbinden und unterstützen.

Vorträge aus den vergangenen Semestern, die im Rahmen der Freiburger Horizonte stattfanden, finden Sie in der FRIAS Mediathek unter www.frias.uni-freiburg.de/mediathek.

 

Freiburger Afrikagespräche  I - Neue Perspektiven aus und auf Afrika

In Zusammenarbeit mit dem Arnold-Bergstraesser-Institut und dem Africa Centre for Transregional Research (ACT)

Donnerstag
18.04.24
20 Uhr c.t.
HS 1199
KG I

Panel Discussion
Germany and Africa – Quo vadis?

About the panel discussion: African actors are making their voices heard more than ever before in world affairs. In view of recent military coups in the Sahel region, increasing Russian influence, but also opportunities in energy cooperation and the joint reappraisal of the colonial past, Germany’s Africa policy faces international scrutiny as well as a wide array of new tasks and chal-lenges. These issues will be debated from a German and African perspective.

Panelists:

  • Ambassador Christoph Retzlaff, Director for Sub-Saharan Africa and the Sahel at the Federal Foreign Office, Berlin, Germany
  • Prof. Dr. Alexander Makulilo, Professor of Political Science, University of Dar es Salaam, Tanzania


Moderation:

  • Prof. Dr. Andreas Mehler, Direktor Arnold-Bergstraesser-Institut und Professor für Entwicklungstheorien und Entwicklungspolitik

 

Über die Freiburger Afrikagespräche

Die Freiburger Afrikagespräche sind das Vortragsforum des Africa Centre for Transregional Research (ACT) und zielen darauf ab, ein differenziertes Bild afrikanischer Wirklichkeit in die breite Öffentlichkeit, die Stadtgesellschaft Freiburg und darüber hinaus zu vermitteln. Es werden afrikanische und europäische Expertinnen und Experten aus Politik und Wirtschaft sowie Wissenschaft und Gesellschaft zu ausgewählten Themen und Fragestellungen eingeladen, um in unterschiedlichen Dialogformaten ihre Erkenntnisse der Öffentlichkeit vorzustellen und kontroverse Diskussionsangebote zu machen.

Den Auftakt zu den Freiburger Afrikagesprächen machte am 6. Juni 2019 die ehemalige Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. Weitere Highlights waren ein Vortrag von Prof.‘in Bénédicte Savoy  (Kunsthistorikerin; TU Berlin und Collège de France, Paris) zu „Zurück in die Zukunft. Die Restitution afrikanischer Kulturgüter aus historischer Sicht“ und eine Podiumsdiskussion zur Freiburger Kolonialismus-Ausstellung mit Prof. Albert Gouaffo (Université de Dschang, Kamerun) und Dr. Beatrix Hoffmann-Ihde (Kuratorin der Ausstellung „Freiburg und Kolonialismus. Gestern? Heute!).

Aktuelle Informationen zu den Freiburger Afrikagesprächen sowie die Aufzeichnung zahlreicher Vorträge, die im Rahmen der Freiburger Afrikagespräche stattgefunden haben, finden Sie in der Mediathek des ACT unter https://act.uni-freiburg.de/de/was-wir-tun/act-events/freiburger-afrikagespraeche

 

Freiburger Afrikagespräche  II - Neue Perspektiven aus und auf Afrika

In Zusammenarbeit mit dem Arnold-Bergstraesser-Institut und dem Africa Centre for Transregional Research (ACT)

Donnerstag
13.06.24
20 Uhr c.t.
HS 1199
KG I

Podiumsdiskussion
Rassismus und Deportationspläne – (Wie lange) Ist Deutschland noch lebenswert?

Über die Podiumsdiskussion: „Die von investigativen Journalistinnen und Journalisten offengelegten Pläne zur massenhaften Deportation von Menschen haben breite Empörung in der deutschen Gesellschaft ausgelöst. Für Men-schen, die hier täglich Rassismus erfahren, waren sie jedoch nicht überra-schend: Politische und mediale Diskurse rund um Migration und Flucht, aber auch um Menschen mit so genanntem Migrationshintergrund, sind seit vielen Jahren rassistisch geprägt – und das nicht nur am rechten Rand. Die Asyl-rechtsverschärfungen der letzten Jahre passen in das gleiche Bild. Gleichzeitig überlegen sich Menschen, die rassistisch verunglimpft und diskriminiert werden, wie lange sie in Deutschland noch sicher leben können und wo sie hingehen, wenn die Stimmung weiter nach rechts kippt. Andere sind diesen Schritt schon gegangen und z.B. in ein afrikanisches Land ausgewandert. Im Rahmen der Veranstaltung sollen die Perspektiven zweier Menschen im Vordergrund ste-hen, die sich mit diesen Diskursen und Entwicklungen beruflich befassen und von den Deportationsplänen eines politischen Lagers betroffen wären.“ (Text: Africa Centre for Transregional Research (ACT)


Auf dem Podium:

  • Prof.in Dr. Isabelle Ihring, Professorin für Jugend und Soziale Arbeit an der Evangelischen Hochschule Freiburg, MIASA Fellow
  • Prof.in Dr. Gökçen Yüksel, Professorin für Soziale Arbeit an der Hochschule Kempten


Moderation:

  • Prof. Dr. Andreas Mehler, Direktor Arnold-Bergstraesser-Institut und Professor für Entwicklungstheorien und Entwicklungspolitik

 

FRIAS Freiburger Horizonte - Amrei Bahr: Wissenschaft mit Haltung

In Zusammenarbeit mit dem Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS)

VORTRAG

KRANKHEITSBEDINGT

ABGESAGT

Montag
06.05.24
19 Uhr s.t.
Aula
KG I

VORTAG KRANKHEITSBEDINGT ABGESAGT

 

JunProf.in Dr. Amrei Bahr
(Juniorprofessorin für Philosophie der Technik & Information an der Universität Stuttgart)
Wissenschaft mit Haltung. Die Universität in Zeiten der Bedrohung unserer Demokratie

Die „Remigrationspläne“ rechter Netzwerke führten Anfang 2024 zu den größten Demonstrationen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Auch viele Forschende positionierten sich gegen Rassismus und Demokratiefeindlichkeit und – mit etwas zeitlichem Abstand – auch Universitäten und Forschungseinrichtungen. Rechtsextremismus und -populismus aber auch die Kriege in der Ukraine und in Gaza und die daraus folgenden gesellschaftlichen Konflikte stellen Universitäten vor besondere Herausforderungen: Können sie ihren Auftrag der weltanschaulichen und politischen Neutralität wahren? Oder sind sie aufgerufen, die Demokratie als Grundlage einer vielfältigen und produktiven Wissenschaft zu verteidigen? Wie können Universitäten mit diesem Zwiespalt umgehen?

JunProf.in Dr. Amrei Bahr, geboren 1985, ist Juniorprofessorin für Philosophie der Technik & Information an der Universität Stuttgart. Sie ist Mitbegründern der hochschulpolitischen Initiative #ichbinhanna, die sich für bessere Arbeitsbedin-gungen in der Wissenschaft einsetzt, womit sie hohe mediale und politische Resonanz erzeugt hat. Bahr wurde von der Deutschen Forschungsgemein-schaft (DFG) und dem Stifterverband mit dem Communicator-Preis 2022 für innovative und zukunftsweisende Wissenschaftskommunikation ausgezeichnet. Im Frühjahr 2024 forderte sie unter dem Hashtag #LauteWissenschaft Forschende und Hochschulen dazu auf, sich in Zeiten der Gefährdung der Demokratie als politische Akteure zu begreifen – und Haltung zu beziehen.

Ihre Thesen wird sie mit Dr. Arndt Michael, ass jur. (Leiter des Colloquium politicum der Universität Freiburg) diskutieren.


Andreas Voßkuhle: Demokratie und Grundgesetz

Samstag      
18.05.24
11 Uhr c.t.   
HS 1010
KG I

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Andreas Voßkuhle (Institut für Staatswissenschaft und Rechtsphilosophie, Universität Freiburg; Präsident des Bundesverfassungsgerichts a.D.)
Demokratie und Grundgesetz

Die Idee der Demokratie geht bis auf die Antike zurück und existiert in sehr unter-schiedlichen Ausgestaltungen und Spielarten. Auch das sich nach dem Zweiten Weltkrieg etablierende sog. westliche Demokratiemodell kennt viele unterschiedli-che Varianten. Das wird sofort deutlich, wenn man etwa die politischen Systeme in Frankreich, Großbritannien, der Schweiz und den USA mit dem der Bundesrepub-lik Deutschland vergleicht. Was diese Staaten aber eint, ist der allgemeine Verlust an Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der repräsentativen Demokratie, der deutlich über die regelmäßig aufflammende Politikverdrossenheitsdebatte hinausgeht. Der 75. Geburtstag des Grundgesetzes am 23. Mai in diesem Jahr ist daher ein guter Anlass, nach dem spezifischen Demokratieverständnis der Verfassung der Bun-desrepublik Deutschland zu fragen. Seine Kernelemente sollen vor dem Hinter-grund der weltweiten Renaissance des Autoritarismus und den aktuellen Heraus-forderungen durch den Rechtsextremismus in Deutschland in Form einer kriti-schen „Tour d`horizon“ auf Schwächen und Stärken und mögliche Entwicklungs-potentiale abgeklopft werden.   

Um diese und andere Fragen wird es im Vortrag im Rahmen der Samstagsuni mit dem Titel „Demokratie – Grundlagen und Herausforderungen“ gehen, die das Studium generale in Kooperation mit dem Colloquium politicum, der Katholischen Akademie und der VHS Freiburg jeden Samstag im Sommersemester 2024 anbieten wird.


Ulrich Herbert: Die Demokratie und ihre Gegner im 20. Jahrhundert

Samstag      
01.06.24
11 Uhr c.t.   
HS 1010
KG I

Prof. em. Dr. Ulrich Herbert
(bis 2019 Professor für Neuere und Neues-te Geschichte, Universität Freiburg)
Die Demokratie und ihre Gegner im 20. Jahrhundert


Die Demokratie hatte es schwer in Deutschland. Zwar war der Trend zur Demokra-tisierung im Deutschen Kaiserreich unübersehbar, aber zugleich wuchsen auch die Widerstände. In Weimar stand nicht nur die „nationale Opposition“ dem neuen demokratischen Staat feindselig gegenüber, sondern auch die stalinistische KPD. Der Aufstieg der antidemokratischen Kräfte in diesen Jahren war indes kein deut-sches Spezifikum: Ende der 1930er Jahre wurden von 23 europäischen Staaten 15 autoritär oder diktatorisch regiert. Nach 1945 kam es durch den beherrschen-den Einfluss der USA in Westeuropa zu einer Revitalisierung der demokratischen Staatsform, wobei sich in der Bundesrepublik die institutionelle Demokratisierung relativ schnell stabilisierte, die gesellschaftliche hingegen erst in einem langen und widerspruchsvollen Prozess. Dabei war durchaus nicht immer klar, was „Demokra-tie“ eigentlich ausmachte, der Streit um die Bedeutung der Ereignisse von 1968 machte das deutlich. Und immer hatte es auch rechte und rechtsextremistische Demokratiegegner gegeben, aber nie waren sie so stark wie seit etwa 2015. Aber auch das ist keine deutschlandspezifische Erscheinung.

In Zusammenarbeit mit dem Studium generale, der Katholischen Akademie und der VHS Freiburg

 

Kiran Klaus Patel: Europa vor der Wahl

Samstag      
08.06.24
11 Uhr c.t.   
HS 1010
KG I

 

Prof. Dr. Kiran Klaus Patel
(Lehrstuhl für Neuere und Neueste Ge-schichte, Ludwig-Maximilians-Universität München)
Europa vor der Wahl. Demokratiege-schichtliche Perspektiven auf die (Geschichte der) EU  

In mehreren Mitgliedstaaten der EU haben die Wahlen zum Europäischen Parlament bereits begonnen, in Deutschland stehen sie für den Folgetag an: Ein spannenderer Moment, um über Europa nachzudenken, lässt sich kaum finden als dieser 8. Juni 2024.
Der Vortrag beleuchtet die Geschichte des Europäischen Parlaments – seinen ebenso verblüffenden wie unvorhersehbaren Aufstieg zu einer prägenden Institution im Regelwerk der Union, seine Leistungen und Probleme sowie allgemein seine Rolle im europäischen Einigungsprozess. Aufbauend auf diesen Einblicken in die Geschichte wird erörtert, was aus dem Ergebnis der Wahl folgen mag und was uns dies über den Zustand der Demokratie in der EU und in Europa sagen kann.

In Zusammenarbeit mit dem Studium generale, der Katholischen Akademie und der VHS Freiburg

 

Buchvorstellung: Entscheide Dich! Der Krieg und die Demokratie

 

Montag     
10.06.24
20 Uhr c.t.   HS 1199
KG I

Prof. Dr. Andreas Urs Sommer
(Professor für Philosophie, Universität Freiburg, Leiter der Forschungsstelle Nietzsche-Kommentar der Heidelberger Akademie der Wissenschaften)
Buchvorstellung: Entscheide Dich! Der Krieg und die Demokratie

Am 10. Juni wird Andreas Urs Sommer sein Buch „Entscheide Dich!“ vorstellen und mit dem Publikum diskutieren.

Zum Buch: „Ist der Krieg eine an sich verdammenswerte und von allen demokra-tisch geprägten Gesellschaften per se abzulehnende Angelegenheit? In seinem knappen, thesenstarken Buch zeigt Andreas Urs Sommer, dass Krieg und Demo-kratie sich nicht nur nicht ausschließen, sondern dass der Krieg als Chance der Selbstermündigung demokratischer Gesellschaften begriffen werden kann. Ein Buch, das nicht nur vor dem Hintergrund des aktuellen Ukrainekriegs von Bedeu-tung ist, sondern als ein wichtiger Debattenbeitrag zur geopolitischen »Zeitenwen-de« verstanden werden muss.“ (Text: Herder Verlag)

Über den Autor: Andreas Urs Sommer, Prof. Dr., geb. 1972, stammt aus der Schweiz und ist Professor für Philosophie mit Schwerpunkt Kulturphilosophie an der Universität Freiburg sowie Leiter der Forschungsstelle Nietzsche-Kommentar der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Seine Streitschrift ist für den Tractatus 2023 nominiert worden. Prämiert werden damit herausragende Publika-tionen, die philosophische Fragen im weiteren Sinn ambitioniert und verständlich diskutieren.


 

Steffen Mau: „Triggerpunkte“: Die stille Mitte der Demokratie

Samstag      
22.06.24
11 Uhr c.t.   
HS 1010
KG I

 

Prof. Dr. Steffen Mau
(Professor für Makrosoziologie am Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität, seit 2021 Mitglied im Sachverständigenrat Integration und Migration)
„Triggerpunkte“: Die stille Mitte der Demokratie

 

Spaltungsdiagnosen sind seit ein paar Jahren ein populärer Topos im wissenschaftlichen wie öffentlichen Diskurs. Der Vortrag zeigt, dass neue Konflikte um Migration, Diversität und Klimawandel an Bedeutung gewinnen, aber auch, dass zumindest für die Bundesrepublik daraus noch kein Megakonflikt entstanden ist. Es gibt sogar eine „stille Mitte“, die in den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen immer weniger hörbar ist. Darüber hinaus wird die Frage aufgeworfen, warum sachliche Diskussionen in emotionalisierte Auseinandersetzungen umschlagen. Dazu wird das Konzept der Triggerpunkte eingeführt, welches einen analytischen Schlüssel für die Identifikation sensibler und oft mit Reaktanz verbundener politischer Themen bietet. Der Vortrag verdeutlicht, wie politische Akteure über Triggerthemen Affekte schüren und welche Folgen das für das politische System insgesamt hat.

 

 

 

 

Gunjan Sondhi: Lessons from the COVID-19 crisis

In Zusammenarbeit mit dem Arnold-Bergstraesser-Institut

Mittwoch
26.06.24
18 Uhr c.t.   
HS 3042, KG III

Repairing infrastructures of (im)mobility: lessons from the Covid-19 crisis.

Gunjan Sondhi (Open University)

Crises are not events but moments that make visible internal contradictions. COVID-19 offered such a moment of crisis. It exposed the infrastructures of (im)mobilities, their components, their failures, and how they had always been tenuous and wrought with issues. It revealed that migrants always had to negotiate these tenuous infrastructures, and the pandemic increased the intensity of that experience of migrant spatial and temporal precarity.  Though the pandemic as one moment of crisis is over, and the work of repair has started, the infrastructures of (im)mobilities for migrants continue to be tenuous and failing. And so, we are left with two questions: What could be functioning infrastructures of (im)mobilities that centre migrants look like? Who is responsible for this repair work?





Judith Simon: Vertrauenswürdige Künstliche Intelligenz?

In Zusammenarbeit mit: Lehrstuhl für Politische Philosophie, Theorie und Ideengeschichte; Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht; Center for Security and Society; Forschungscluster „Adaptive Futures – Emerging Technologies and Adaptive Gover-nance: Risk, Uncertainty and the Common Good", Universität Freiburg

 

Mittwoch
03.07.24
18 Uhr s.t.   
UB Konferenzraum

Prof.in Dr. Judith Simon
(Professorin für Ethik in der Informations-technologie, Universität Hamburg)
Vertrauenswürdige Künstliche Intelligenz? Ethik in Design, Entwicklung und Anwendung von KI

 

Spätestens seit der Veröffentlichung von ChatGPT ist Künstliche Intelligenz (KI) in aller Munde. Allerdings durchdringt KI schon viel länger unser Leben in vielen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens. Dies reicht von Suchmaschinen und Empfehlungssoftware über Wettervorhersagen und Mustererkennung in der Krebsdiagnostik bis hin zur Verwendung von Software, welche Entscheidungen im Sozial-, Bildungs- oder Justizwesen unterstützen soll. Dieser vielfältige Einsatz von KI bringt viele Vorteile mit sich, wirft aber auch zahlreiche ethische Fragen auf. Im Vortrag wird zunächst erläutert, welche ethische Fragen sich im Kontext von KI stellen und dann näher auf die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates „Mensch und Maschine – Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz“ eingegangen.