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Vortragsreihen

 

Reihen_Sebastian Bender

 

Die Stunde der Autoritären? - Macho-Männer an der Macht

In Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Freiburg und dem Carl-Schurz-Haus/Deutsch-Amerikanisches Institut e.V.

Im Jahr 2016 schrieb der Politikwissenschaftler Wolfgang Merkel: „Dies ist die Stunde, in der gewählte Staatsoberhäupter, Regierungs- oder Parteichefs zu charismatisch-autoritären Führern werden können". Weltweit scheinen sie unaufhaltsam das politische Geschehen zu bestimmen: Mehr oder weniger demokratisch legitimierte Männer mit unerschütterlichem Wahrheitsanspruch und einem ausgeprägten Freund-Feind-Denken samt der Bereitschaft, Gegner gegebenenfalls auch gewaltsam auszuschalten. Statt um einen demokratischen Diskurs mit ausgehandelten Kompromissen geht es darum, Andersdenkende rücksichtslos zu besiegen und die eigene Agenda durchzusetzen. Wie veränderten sich die jeweiligen politischen Systeme und Gesellschaften durch diese neuen charismatischen und autoritären Führer? Welche Entwicklungen sind zu erwarten und wo stoßen sie an Grenzen? Das COLLOQUIUM POLITICUM und die Landeszentrale für politische Bildung Freiburg möchten mit dieser fünfteiligen Vortragsreihe einen Beitrag zur Urteilsbildung von universitären und nichtuniversitären Zuhörer*innen leisten.

 

Donnerstag
14.11.19
20 Uhr c.t.
HS 1098, KG I
Dr. Fabricio Rodriguez
(Politologe, Universität Jena)
Bolsonaros rechtspopulistische Machtpolitik und der brasilianische Kampf um die Demokratie
Freitag
29.11.19
18 Uhr c.t.
HS 1098, KG I

Kait Strittmatter
(ehem. China-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, Kopenhagen)
Xi und die Neuerfindung der Diktatur

Donnerstag
16.01.20
20 Uhr c.t.
HS 1199, KG I

Dr. Arndt Michael ass. iur.

(Seminar für Wissenschaftliche Politik, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Programmkoordinator COLLOQUIUM POLITICUM
Hindu-Nationalismus, Populismus und politische Propaganda? Das "neue Indien" unter Narendra Modi

Donnerstag 23.01.20
20 Uhr c.t.
HS 1199,
KG I

Dr. Robert Csehi
(Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für European and Global Governance, Hochschule für Politik München an der Technischen Universität München)
Orbáns Populismus und seine Auswirkungen auf die Demokratie in Ungarn

Donnerstag
06.02.20
20 Uhr c.t.
HS 1199,
KG I

Dr. Markus B. Siewert
(Hochschule für Politik München - Bavarian School of Public Policy)
Trumps Amerika - eine erste Bilanz

 

Europäische Perspektiven - Vorträge zu aktuellen Entwicklungen in Europa und der EU

In Zusammenarbeit mit Katholischen Akademie Freiburg, der Landeszentrale für politische Bildung Außenstelle Freiburg, dem Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg,dem Centre Culturel Français Freiburg und dem Centro Culturale Italiano

 

Die erste Folge der neuen Reihe „Europäische Perspektiven" stellt ein pointiertes Plädoyer für die Idee eines „Kerneuropa" zu Diskussion. Die zweite Folge am 28. November konzentriert sich auf die Perspektiven der Mittelosteuropäischen Staaten und Gesellschaften.

Die Vorträge und Diskussionen finden in der Katholischen Akademie,
Wintererstraße 1, 79104 Freiburg statt.

 

Freitag
18.10.2019
19 Uhr s.t.

Thema: Kerneuropa - Ausweg oder Irrweg?

Gelähmt von den inneren Krisen der Europäischen Union und den divergierenden Interessen der 27 Mitgliedsstaaten scheint Europa nicht mehr in der Lage zu sein, den drohenden Gefahren in einer „Welt aus den Fugen" angemessen zu begegnen. Ein neuerdings wieder verstärkt diskutierter Ausweg ist die Idee, ein Gebilde namens „Kerneuropa" innerhalb der bestehenden EU zu schaffen, oder bildlich ausgedrückt: die Schaffung eines „Hauses im Garten". Kerneuropa, so die These, wäre zwar kleiner, aber deutlich handlungsfähiger und bürgernäher als die jetzige EU. Es könnte die restlichen Staaten einer Lokomotive gleich hinter sich herziehen und diese später, wenn die Voraussetzungen gegeben sind, besser integrieren. Damit verbindet sich die Vorstellung von einem Europa, das mit einer Zunge spricht und das im Unterschied zu heute mit einem Parlament und einer Regierung, die diese Namen verdienen, demokratisch verfasst wäre. Zu fragen wäre, welche Länder zunächst einem solchen Gebilde angehören sollten und wie insbesondere die mittelosteuropäischen Staaten sich dazu verhalten würden.

Auf dem Podium:
Prof. Dr. Ireneusz Paweł Karolewski, Politische Theorie und Demokratieforschung, Universität Leipzig
Dr. Winfried Veit, Politikwissenschaftler und Publizist, Freiburg/Zagreb

Moderation:
Josef Mackert, Katholische Akademie Freiburg

Die Teilnehmerzahl für dieses Gespräch ist begrenzt. Wir bitten um frühzeitige Anmeldung per Email an das

Donnerstag
28.11.2019
19 Uhr s.t.

Thema: Mittelosteuropa - Bereicherung oder Überforderung der EU?

Die Osterweiterung der EU, bei der 2004 Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und 2007 Bulgarien und Rumänien der EU beitraten, war die größte Erweiterung in der Geschichte der EG/EU. Sie wurde zunächst euphorisch als „Wiedervereinigung des Kontinents" bzw. als „Rückkehr nach Europa" jener Länder gefeiert, die durch den Eisernen Vorhang von der westeuropäischen Entwicklung auf wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Gebiet abgeschnitten waren. Diese Euphorie ist mittlerweile weitgehender Ernüchterung gewichen, denn noch immer besteht ein immenses Wohlstandgefälle zwischen Ost und West. Zudem entfernen sich einige der sogenannten Visegrád-Staaten immer weiter vom Grundkonsens in Sachen Demokratie und Gewaltenteilung, der die europäischen Staaten und Gesellschaften bisher zu verbinden schien. Dass Europa im Moment eher keine „Union" ist, zeigt sich auch daran, dass eine Einigung über eine gemeinsame europäische Flüchtlings- und Migrationspolitik mittlerweile unmöglich zu sein scheint.
Die zweite Folge der Reihe „Europäische Perspektiven" möchte diese Problemlage diskutieren, und dabei die Perspektiven der Mittelosteuropäischen Staaten und Gesellschaften stärker einbeziehen, als das in der westlichen Darstellung üblicherweise geschieht.

Auf dem Podium:
Prof. Dr. Gisela Müller-Brandeck-Bocquet, Europaforschung und Internationale Beziehungen (Jean-Monnet-Lehrstuhl), Universität Würzburg
Dr. Agnieszka Łada, Director of the European Programme/Senior Analyst, Institute of Public Affairs (IPA), Warschau (angefragt)
Katerina Smejkalova, Prag (angefragt)
Eszter Kovats, Budapest (angefragt)

Moderation:
Josef Mackert, Katholische Akademie Freiburg
Dr. Winfried Veit, Politikwissenschaftler und Publizist, Freiburg/Zagreb

Die Teilnehmerzahl für dieses Gespräch ist begrenzt. Wir bitten um frühzeitige Anmeldung per Email an das

 

 

USA und China – Westen: Wettstreit der Supermächte?

In Zusammenarbeit mit dem Carl-Schurz-Haus/Deutsch-Amerikanisches Institut e.V., dem Konfuzius-Institut an der Universität Freiburg und der Landes-zentrale für politische Bildung Freiburg

In dieser Vortragsreihe analysieren das COLLOQUIUM POLITICUM, das Carl-Schurz-Haus/Deutsch-Amerikanisches Institut, das Konfuzius-Institut an der Universität Freiburg und die Landeszentrale für politische Bildung Freiburg aktuelle Entwicklungen zwischen den zwei Supermächten USA und China aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Im Fokus der Reihe steht dabei die Frage: Entfernen sich die zwei Länder immer weiter voneinander und werden in allen Bereichen zu erbitterten Konkurrenten, oder gibt es auch Zeichen für eine Annäherung?

 

Freitag
25.10.2019
18 Uhr c.t.
HS 1199, KG I



Prof. Dr. Dirk Schmidt
(Akademischer Direktor, Lehrstuhl für Politik und Wirtschaft Chinas)
China und die USA auf dem Weg zu einem ‚neuen Kalten Krieg'?
Seit der Amtsübernahme Donald Trumps hält der amerikanisch-chinesische Handelskrieg die Öffentlichkeit, Analysten und Investoren in Atem. Mittlerweile dreht sich der Konflikt aber nicht mehr nur um Handelsbilanzdefizite oder Strafzölle. Neben traditionellen sicherheitspolitischen Spannungen (wie etwa um Taiwan) treten nun auch noch ein umfassender technologischer Wettbewerb und systemisch-ideologische Konkurrenzmotive. Bewegen sich die bilateralen Beziehungen also auf einen umfassenden Konflikt ähnlich dem früheren ‚Kalten Krieg' zu?

Donnerstag
07.11.19
15:30 Uhr
UWC Robert Bosch College
Thementag: My Digital Revolution: Artificial Intelligence – China, the USA & the EU
Our digital world is exponentially expanding – how is artificial intelligence impacting us? Do we embrace or resist these AI ad-vancements? How do perceptions vary in different cultures? How far is too far?
We welcome you to partake in an interdisciplinary discussion about the social, ethical, political and business impacts of artifi-cial intelligence (AI), specifically focusing on China, the U.S. and Europe and what AI means for their societies and the business relations among each other. There will be a keynote speech followed by a panel discussion with experts in the field. Afterwards, there will be a networking reception with drinks and finger food.

 

Panelists:
Theresa Fallon, Director Center for Russia Asia Europe Studies, Brussels
Walter Haas, Chief Technology Officer Huawei Technol-ogies Germany
Prof. Dr. Hannah Bast, algorithm and data structure ex-pert University of Freiburg
H. Prof. Dr. Boris Hofmann, Senior Vice President B. Braun Innovation Hub & Digital Innovation

Prior registration via email required: programm@carl-schurz-haus.de. Veranstaltungssprache: Englisch.

Mittwoch
11.12.2019
19 Uhr s.t.
Planetarium, Bismarckallee 7g

Eugen Reichel
(Autor, Journalist, Mitbetreiber des Astronomie- und Raumfahrtportals Der Orion)
Roter Mond. Die USA und China: Wettstreit der Supermächte im All?

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs führten die USA die „Operation Paperclip" zur Sicherstellung der deutschen Raketentechnologie durch. Einer der Verantwortlichen war Qian Xuesen, ein aus China stammender Wissenschaftler und gleichzeitig Wernher von Brauns Verhöroffizier. Qian galt in der US-Wissenschaftsgemeinde als herausragendes Talent und wurde in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Als er sich 1950 um die US-Staatsbürgerschaft bewarb, beschuldigte ihn der fanatische Kommunistenjäger McCarthy, in den 1930er Jahren mit den Kommunisten sympathisiert zu haben. So wurde sein Antrag abgelehnt. Er erhielt Hausarrest und wurde bis 1955 festgehalten. Anschließend wurde er vom chinesischen Premierminister Zhou Enlai gegen US-Kriegsgefangene aus dem Koreakrieg ausgetauscht. In China stellte er seine Fähigkeiten umgehend in den Dienst des Landes und begann an der Entwicklung militärischer Trägerraketen zu arbeiten. Unter seiner Leitung begann der unaufhaltsame Aufstieg Chinas zur Raumfahrt-Supermacht.
Eintritt frei.

Dienstag
21.01.2020
20 Uhr c.t.
HS 1098, KG I

Prof. Dr. Kai Vogelsang
(Professor für Sinologie, Asien-Afrika-Institut, Universität Hamburg)
Die Geburt Chinas aus dem Geist der USA

Die erste Begegnung Chinas mit den USA fand statt, als es „China" noch gar nicht gab. Tatsächlich hat diese Begegnung – die Schriften amerikanischer Missionare, der Kuli-Handel, das Leben in amerikanischen Chinatowns – maßgeblich zum Selbstverständnis der Chinesen als Chinesen beigetragen. Der Vortrag beschreibt die Anfänge des problematischen Verhältnisses Chinas zu den USA, das immer auch ein problematisches Verhältnis Chinas zu sich selbst war.

 

Freiburger Afrikagespräche - Neue Perspektiven aus und auf Afrika

In Zusammenarbeit mit dem Arnold-Bergstraesser-Institut

Die FREIBURGER AFRIKAGESPRÄCHE als Vortragsforum des im Aufbau begriffenen „Afrika-Zentrum für Transregionale Forschung" an der Universität Freiburg zielen darauf ab, ein differenziertes Bild afrikanischer Wirklichkeit in die breite Öffentlichkeit, die Stadtgesellschaft Freiburg und darüber hinaus zu vermitteln. Es werden afrikanische und europäische Expert*innen aus Politik und Wirtschaft sowie Wissenschaft und Gesellschaft zu ausgewählten Themen und Fragestellungen eingeladen, um in unterschiedlichen Dialogformaten ihre Erkenntnisse der Öffentlichkeit vorzustellen und kontroverse Diskussionsangebote zu machen. Den Auftakt hierzu machte am 6. Juni 2019 die ehemalige Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. Am 2. Juli 2019 folgte ein Vortrag von Professorin Dr. Abena D. Oduro, Ökonomin an der University of Ghana und ghanaische Direktorin vom Maria Sibylle Merian Institute for Advanced Studies in Africa (MIASA). Eine Auswahl der Vorträge, die im Rahmen der FREIBURGER AFRIKAGESPRÄCHE stattfanden, finden Sie in der Mediathek des COLLOQUIUM POLITICUM unter:

https://www.videoportal.uni-freiburg.de/category/colloquium-politicum/70.

 

Donnerstag
07.11.2019
20 Uhr s.t.
Großer Hörsaal
der Biologie
Schänzlestr. 1

In Zusammenarbeit mit dem aka Filmclub und der Landeszentrale für politische Bildung Freiburg
Dokumentation: Khartoum Offside
(Originaltitel: OUFSAIYED ELKHORTOUM)
Filmvorführung und anschließende Diskussion zur Situation des Frauenfußballs in Afrika mit Volker Finke

 

Über den Film:
Regie: Marwa Zein – Produktionsland: SUD/N/DK, 2019
Version: Arabisch mit englischen Untertiteln – Länge: 75 Minuten
Die in Saudi-Arabien geborene und aus dem Sudan stam-mende Regisseurin Marwa Zein begleitet eine Gruppe junger Fußballerinnen in Sudans Hauptstadt Karthoum, deren Ziel es ist eine Frauenfußball-Nationalmannschaft zu gründen – und das obwohl es Frauen im Sudan verboten ist Fußball zu spielen. Zeins Film feierte im Februar 2019 bei den Filmfestspielen Berlin seine Weltpremiere.

Gast: Volker Finke, ehemaliger Trainer der Herren des SC Freiburg und der Männer-Nationalmannschaft Kameruns, diskutiert in Anschluss an den Film mit dem Publikum über die Situation des Frauenfußballs in Afrika.
Die Filmvorführung ist Teil der Reihe COLLOQUIUM POLITICUM goes to the movies: Afrika-Filmreihe, s. unten.

Montag
11.11.2019
20 Uhr s.t.
HS 1199, KG I

Panel discussion
Namibia and Germany: Problematic Heritage and Current Challenges
German colonial rule in Namibia (1884–1915) remains a decisive experience for both countries. Current efforts by both governments are controversial particularly in Namibia. An adequate recognition of the genocide against Ovaherero and Nama, which will have to entail material compensation, will not constitute the final achievement of reconciliation, but at best its point of departure. At the same time, the issues of involvement of affected communities in Namibia persists. For Germans it is essential to come to an understanding, that they as well live in a postcolonial situation. The colonial past, which is often forgotten, has left deep marks on the violent history of the twentieth century with which we still have to grapple.

Panelists:
Prof. Dr. André du Pisani, Politikwissenschaftler, Universität von Namibia
Prof. Dr. Reinhart Kößler, Entwicklungssoziologe und -theoretiker mit den regionalen Schwerpunkten Südliches Afrika und Osteuropa
Prof. Dr. Andreas Mehler, Politikwissenschaftler, Direktor Arnold-Bergstraesser-Institut

Dienstag
10.12.2019
20 Uhr c.t.
HS 1009,
KG I

 

In Zusammenarbeit mit dem Arnold Bergstraesser Institut und der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

Southern Africa and the Election Year 2019 - A further step towards deepening democracy or a missed opportunity?

Professor Roger Southall
(Department of Sociology, Wits University Johannesburg, South Africa; Editor of "Elections 2019" and "The New Black Middle Class in South Africa) &

Professor Joseph Diescho
(Visiting Professor at the Institute of International Humanitarian Law, University of Bonn; Former Chairman of the Namibia Institute of Public Administration and Management (NIPAM) and Speechwriter of Nelson Mandela)

In May 2019 the African National Congress (ANC) won another, though this time unconvincing, electoral victory in South Africa. President Ramaphosa has to deal with a difficult political and economic situation after the "State Capture" of the network around former president Jacob Zuma. Ramaphosa's "New Dawn" pledges of economic growth and anti-corruption have so far not been implemented with the desired effectiveness, not least due to intra-party disputes within the ANC. At the same time, the largest opposition party, the Democratic Alliance (DA), struggles to find a new strategy after internal disputes and the election of a new leadership which raises new questions about the role of opposition parties and coalition building.
In our discussion we will explore the current political developments in South Africa's party landscape, inves-tigate the most important challenges (the economic situation, inequality, corruption and public sector re-forms) and the strategies of political parties in order to deal with the problems the country is currently facing. We will also explore the effects of the developments in South Africa on the neighbouring countries of Namibia, Botswana, Mozambique and Zimbabwe. If the predictions for the outcome of the elections in Namibia are confirmed on November 27, we might find that in nearly all Southern African countries the incumbent presidents or governments will be re-elected. Is this to be understood as a step towards further democratization or should it be seen as a missed opportunity to abandon old path dependencies?
These topics, with particular reference to developments in South Africa and Namibia, will be discussed with our two panellists.

Donnerstag
12.12.2019
20 Uhr c.t.
HS 1199, KG I

Prof. Dr. Susanne Kuß
(Pädagogische Hochschule Freiburg, Institut für Politik- und Geschichtswissenschaft )
Die großen deutschen Kolonialkriege
Um Ruhe und Ordnung in seinen afrikanischen Kolonien herzustellen, führte das deutsche Kaiserreich zwei „große" Kolonialkriege: einen in Deutsch-Südwestafrika (1904-07), den anderen in Deutsch-Ostafrika (1905-08). Die militärische Gewalt richtete sich äußerst brutal gegen die einheimische Bevölkerung, doch nur der Krieg in Deutsch-Südwestafrika eskalierte in einen Völkermord. Nachdem der Begriff des Genozids in diesem Kontext schon lange wissenschaftlich benutzt worden ist, wird er seit dem Sommer 2016 auch im Deutschen Bundestag verwendet.
Zu den Kriegsereignissen in Afrika zählten nicht nur Schlachten oder Gefechte, Plünderungen und Requisitionen, sondern auch die Verkündung von Proklamationen, die Einrichtung von Gefangenenlagern oder der Ausbruch von Epidemien. Die unterschiedlichen Formen der Kriegführung und Gewalt-anwendung in den beiden Kolonialkri-gen lassen sich durch eine Rekonstruktion der Abläufe zwar beschreiben, aber nicht ursächlich erklären. Für das Ausmaß militärischer Gewalt waren nicht nur Rassismus, Nationalismus und Militärkultur entscheidend, sondern auch die jeweiligen Bedingungen vor Ort. In diesem Vortrag sollen die Gründe für die unterschiedliche Art der Gewaltanwendung in den beiden „großen" Kolonialkriegen analysiert werden.

Mittwoch
08.01.2020
20 Uhr c.t.
HS 1098
KG I

Gambische Migrationspolitik am Scheideweg? Möglichkeiten und Grenzen neuer Wege
Seit in Gambia im Jahr 2017 der langjährige Diktator Yahya Jammeh überraschend von einer demokratisch orientierten Übergangsregierung abgelöst wurde, intensiviert sich auch in der Migrationspolitik die Zusammenarbeit der EU mit dem kleinen westafrikanischen Land. Im Zentrum stehen dabei ‚Fluchtursachenbekämpfung' und die Rückkehr von Migrant*innen, die sich ohne gesicherten Aufenthaltstitel in der EU aufhalten. Zwischen 2014 und 2017 waren die Zahlen gambischer Asylgesuche insbesondere in Italien und Deutschland unter den höchsten. Gleichzeitig haben gambische Staatsbürger*innen, gerade vor dem Hintergrund des Machtwechsels, generell schlechte Aussichten auf Asyl. EU-Mitgliedsstaaten drängen daher auf eine baldige Rückführung vieler Gambier. Nach vorerst vorsichtiger Kooperation hat die gambische Regierung 2019 Abschiebungen aus der EU zeitweise komplett ausgesetzt. Nun scheinen die Fronten verhärtet und es steht zur Frage, welche Möglichkeiten migrationspolitischer Gestaltung unter den gegenwärtigen Bedingungen bestehen.
Diese Frage wird vor dem Hintergrund des Forschungsprojekts „The Political Economy of Migration Governance in West Africa" diskutiert. Das Projekt, dessen Ergebnisse einleitend vorgestellt werden, beleuchtet die politische Dimension von Migrationsgestaltung und schenkt dafür den Interessen der verschiedenen involvierten Stakeholder besondere Aufmerksamkeit.

Vortragende:
Dr Franzisca Zanker und Judith Altrogge

Podium:
Judith Altrogge (IMIS und ABI)
Gerald Knaus (European Stability Initiative)
Yahya Sonko (Gambian Refugees Association – Europe Branch)
Yorck Wurms (ehem. EU Directorate-General for Migration and Home Affairs)

Moderation: Prof. Dr. Matthias Lücke tbc (IfW und Projektleiter MEDAM)

Mittwoch
22.01.2020
18.30 Uhr
Haus zur Lieben Hand,
Löwenstraße

Bénédicte Savoy
(TU Berlin)
Zurück in die Zukunft. Die Restitution afrikanischer Kultur-güter aus historischer Sicht
Man möchte es kaum glauben: die Debatte um die Restitution afrikanischer Kulturgüter, wie wir sie in Deutschland seit etwa zwei Jahren führen, hat es bereits einmal gegeben, in aller Ausführlichkeit. Das war zwischen 1978 und 1982. Damals standen Restitutionen kurz bevor. Warum diese damaligen Initiativen gescheitert sind, und warum wir heute komplett vergessen haben, dass es die Debatte schon gegeben hat, was es für heute und für die Zukunft bedeutet: das wird Gegenstand des Vortrages sein.

 

U.S. Elections 2020 - Prospects and Problems

In Zusammenarbeit mit dem Carl-Schurz-Haus/Deutsch-Amerikanisches Institut und der Landeszentrale für politische Bildung Freiburg

 

In der Vortragsreihe „U.S. Elections 2020" analysieren Daniel Ziblatt (Harvard University) und David McCuan (University of California) aktuelle Entwicklungen im Vorfeld der im November 2020 stattfindenden US-Wahlen. Beide Vorträge werden in englischer Sprache gehalten.

 

Montag
04.11.19
20 Uhr c.t.
HS 1199, KG I

Prof. Daniel Ziblatt

Harvard University, Cambridge, MA & American Academy in Berlin)
The State of Democracy: The Origins of the Current Crisis
There is little question America currently finds itself facing a festering democratic crisis. But this crisis runs deeper than Donald Trump. Its historical roots run back to the middle of the twentieth century. In this presentation, Daniel Ziblatt first identifies the core indicators of America's current democratic malaise – the attack on rules, norms, and the growing dysfunction of its famous system of checks and balances. He then locates the roots of the crisis in the radicalization of the Republican Party as illiberalism was grafted onto a traditional center-right political party beginning in the 1950s in reaction to the early stirrings of America's twentieth century democratization. Like in other cases of democratic transition around the world, the counter-reaction to the democratization of the U.S. South, if not contained, might subvert the stability of democracy itself.

Mittwoch
27.11.2019
20 Uhr c.t.
HS 1098, KG I

Prof. David Mc Cuan
(University of California, Sonoma, CA)
Looking Ahead to 2020: Exploring the Impact of Changing Demographics, Confrontational Politics & Battles Through the Ballot Box

This talk examines the dynamics and differences affecting American politics as we move into the 2020 General Election period. The USA will elect not only a President, but also has important national and subnational elections that will affect the future direction of the nation and its relationships with other nations. This lecture examines how changing demographics, the role of money in elections, and issues such as the economy and foreign policy all join to determine election outcomes. We will focus on the dynamics that affect political actors and institutions as the process of elections unfolds. We pay particular attention to the differences between "electioneering" (running for office) and "governing" (creating effective public policy). In an era of heightened negativity and polarization in American politics, this lecture is also timely for not only those in the United States, but also for America's allies. Join us as we examine all things politics during this engaging and informative talk.

Die Auflösung des liberalen Konsenses - Vortragsreihe zur kritischen Rechtstheorie

Organisiert von der Professur für Politische Theorie, Philosophie und Ideengeschichte

Die 2010er Jahre sind ein düsteres Jahrzehnt für den demokratischen Rechtsstaat. Der enorme Machtzuwachs von rechtspopulistischen Parteien in Europa und Amerika und die Entwicklung von autokratischeren Regimen in Osteuropa und Südamerika – weltweit löst sich der liberale Konsens auf. Dieser bestand seit dem Ende des Kalten Krieges in der weltweit geteilten Überzeugung, dass Demokratie, Rechtstaatlichkeit und Kooperation die Basis jedes politischen Fortschritts sind. Der Kerngedanke des liberalen Konsenses war, dass Politik und Recht sich wechselseitig bedingen, aber dabei unabhängig voneinander sind und sich gegenseitig kontrollieren. Doch rechtspopulistische und autoritäre Politik der jüngsten Geschichte, die keine Begrenzung durch Rechtstaatlichkeit akzeptiert, bringt dieses stabil gewähnte Verhältnis von Recht und Politik aus den Fugen. Die Vortragsreihe, die im Sommersemester 2019 begann, stellt vor diesem Hintergrund die Frage, wie Recht und Politik durch kritische Ansätze in der Rechtstheorie neu gedacht werden können. Ansprechpartner für die Reihe ist Dr. Karsten Schubert (karsten.schubert@politik.uni-freiburg.de).

 

Dienstag
26.11.2019
18 Uhr c.t.
HS 3042, KG I
Dr. Svenja Ahlhaus
(Universität Hamburg)
Demokratie, Grenzen und Mitgliedschaft
In Demokratien wird täglich über Mitgliedschaft gestritten: Sind Einbürgerungstests sinnvoll? Sollten Gefangene wählen dürfen? Dürfen verurteilten Terroristen die Pässe entzogen werden? Unstrittig scheint jedoch, dass ‚wir' es sind, die über ‚unsere' Grenzen entscheiden dürfen. Gegen diese verbreitete Annahme lautet die These des Vortrags, dass Mitglied-schaftsent-scheidungen von Bürger*innen und Nicht-Bürger*innen gemeinsam getroffen werden sollten. Staaten sind keine Clubs, die über ihre Beitrittskriterien eigenständig bestimmen können, sondern müssen bei diesen Grenzfragen Außenstehende in die Entscheidungsfindung einbeziehen. Doch wer sollte teilhaben und wie soll entschieden werden? Der Vortrag entwickelt die Umrisse einer kritischen Mitgliedschaftstheorie.

 

Workshop am 27.11.19, 10 Uhr s.t. – 13 Uhr s.t. in der Bismarckallee 22, Raum 2. Im Workshop haben wir die Möglichkeit zur intensiven Diskussion auf Textgrundlage. Der Text wird bei der Anmeldung verschickt, die bis 20.11.19 unter sekretariat.riescher@politik.uni-freiburg.de erfolgen soll.

Montag
13.01.2020
18 Uhr c.t.
Haus zur Lieben Hand, Löwenstraße 16

Jun.-Prof. Dr. Jelena von Achenbach, LL.M. (NYU)
(Universität Gießen)
Geschlecht und demokratische Repräsentation unter dem Grundgesetz
In allen deutschen Parlamenten sind die gewählten Abgeord-neten ganz überwiegend Männer. In Baden-Württemberg liegt der Männeranteil im Landtag bei 75,5 Prozent. Im Bundestag sind es 68,7 Prozent. Können und sollen vor diesem Hinter-grund alle Parteien gesetzlich verpflichtet werden, genauso viele Frauen wie Männer für Wahlen aufzustellen („Parität")? Das ist in Deutschland auf Bundes- wie auf Länderebene sehr umstritten. Dieser Streit um die Parität bildet im Vortrag und im Workshop das Material, um zu diskutieren, was die ungleichen Geschlechterverhältnisse in den Parlamenten für die demokratische Qualität der politischen Repräsentation bedeuten. Das ist eine normative, demokratietheoretische und zugleich eine rechtliche Frage. Denn es geht direkt um die zentralen demokratischen Grundsätze der Verfassung: politische Gleichheit und Freiheit, repräsentative Demokratie und die Offenheit des demokratischen Prozesses. Der Streit um die ungleichen Geschlechterverhältnisse in den deutschen Parlamenten und die Parität dreht sich im Kern darum, ob die verfassungsrechtlichen Grundsätze kritische, progressive Bedeutung entfalten. Oder legitimieren und konservieren sie stattdessen als formale Prinzipien („Die Abgeordneten des Bundestages sind Vertreter des ganzen Volkes.") den Status quo?

 

Workshop am 14.01.20, 9 Uhr s.t. – 12 Uhr s.t. Im Work-shop haben wir die Möglichkeit zur intensiven Diskussion auf Textgrundlage. Der Text wird bei der Anmeldung verschickt, die bis 07.01.20 unter sekretariat.riescher@politik.uni-freiburg.de erfolgen soll.

Montag
27.01.2020
18 Uhr c.t.
Haus zur Lieben Hand,
Löwenstr. 16
Prof. Dr. Elisabeth Holzleithner
(Universität Wien)

 

 DDR um 6 - Zeitreise in eine untergegangenes Land

 In Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Freiburg

Die Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR bleibt auch 30 Jahre nach der friedlichen Revolution notwendig. Die tatsächlichen Vorgänge in der SED-Diktatur oder der Alltag der Menschen in der DDR sind vielen Menschen heute nicht mehr vertraut. Die Zeitreise in die deutsche Vergangenheit möchte daher Ereignisse und Menschen aus 40 Jahren DDR in Erinnerung rufen und differenzierte Antworten auf die Fragen geben: Wie wurde regiert und wie haben die Menschen in der DDR mit Spreewaldgurken, Stasi und Stacheldraht gelebt? Was haben die Menschen geleistet und wie haben sie ihren Alltag organisiert, der ja auch durchaus glücklich sein konnte? Was haben die Menschen mit dem Ende des sozialistischen Experiments verloren oder gewonnen, was hat das mit „dem Osten" gemacht und welche Auswir-kungen von Pegida bis zum Wahlverhalten im wiedervereinigten Deutschland lassen sich darauf zurückführen?

Die Reihe findet immer dienstags, 18 Uhr c.t. in der Bertoldstraße 55, 1. OG statt.

 

29.10.2019 Dr. Dieter von Schrötter
(Politikwissenschaftler, Freiburg)
„Die Partei hat immer Recht": Ideologie und Staatsaufbau der Deutschen Demokratischen Republik
05.11.2019 Katharina Thoms
(Journalistin, SWR (Südwestrundfunk), Stuttgart)
Mensch Mutta. Ein halbes Leben in der DDR. Alltags- und Frauengeschichte erzählt von Katharina Thoms
12.11.2019 Dr. Dirk Schindelbeck
(Historiker, Denzlingen)
Agitprop(aganda) im DDR-Alltag: Der Kampf um die Köpfe und Herzen der Menschen
19.11.2019 Dr. Michael Walter
(Politikwissenschaftler, Freiburg)
30 Jahre Mauersturz. Ein Rückblick auf das „Jahr der
Deutschen"

 

FRIAS Lunch Lecture Series: Models and Modelling across Sciences

In Zusammenarbeit mit dem FRIAS

Modelling is an essential part of many academic disciplines. Models "aim to make a particular part or feature of the world easier to understand, define, quantify, visualize, or simulate by referencing it to existing and usually commonly accepted knowledge." (Wikipedia on "Scientific modelling"). We are surrounded by models, partly have received most our school book wisdom in individual fields of science from these models. Consider, for example, the billiard ball model of a gas, the Bohr model of the atom, the double helix model of DNA, mouse models in biomedical research or climate models in the environmental sciences.
In this lecture series, we want to inquire into models as one of the principal instruments of modern science by addressing questions like the following from the perspective of different academic disciplines: What are the major methods, techniques and elements in modelling? How can models be delimited from frameworks and theories? Does a model necessarily come with a distinctive method? What (kinds of) models have proved to be most useful across a range of rather diverse academic disciplines? What are shared traits of such models? Is modelling culture-sensitive or sensitive (even within the same discipline) to the relevant academic culture (e.g. Anglo-American, French/Francophone, East Asian, Indian, Russian)?

The FRIAS Lunch Lecture Series takes place every Thursday from 12.15 until 1 pm in lecture hall 1009, KG I.

24.10.2019

PD Dr. Tobias Henschen
(Epistemology & Theory of Science, University College Frei-burg)
What is a scientific model?

31.10.2019 Prof. Frank Stienkemeier
(Physics, Uni Freiburg, FRIAS Fellow 2018/19)
The role of models and theories for understanding nature
14.11.2019 Prof. Monika Fludernik
(English Literature, Uni Freiburg, FRIAS Fellow 2019/20)
Narratology and Modelling
28.11.2019 Dr. Michael Staab
(Ecology, Uni Freiburg, FRIAS Fellow 2017/18)
How many species are there on Earth? Different models to approximate global species diversity (and is this even possible?)
12.12.2019 Dr. Milena Bertolotti
(Immunobiology, Uni Freiburg, FRIAS Fellow 2017-19)
The desire for simplicity in the complexity of living systems
09.01.2020 Prof. Carsten Dormann
(Biometry and Environmental Systems Analysis, Uni Frei-burg, FRIAS Research Focus 2019/20)
Which Forecast to trust? Credibility and craftsmanship in environmental modelling
23.01.2020 JProf. Andreas Hartmann
(Hydrology, Uni Freiburg)
Backing a Model – how to establish predictions from lim-ited observations in water sciences
06.02.2020 PD Dr. Alice Blumenthal & Dr. Verena Haser
(English Linguistics, Uni Freiburg, FRIAS Fellow 2015/16)
Models and Modelling in Linguistics

 

COLLOQUIUM POLITICUM goes to the movies: Afrika- Filmreihe

In Zusammenarbeit mit dem aka-Filmclub

Das COLLOQUIUM POLITICUM und der akademische Filmclub e.V. veranstalten im Wintersemester 2019/20 in Zusammenarbeit mit dem im Entstehen begriffenen Afrika-Zentrum für Transregionale Forschung an der Universität Freiburg eine Reihe zum afrikanischen Film. Dabei möchten wir einerseits einen kleinen Einblick in die Vielfalt der afrikanischen Filmwelt bieten, wobei diese natürlich mit vier Filmen kaum abgebildet werden kann, und andererseits auch einige politische Fragen des afrikanischen Kontinents beleuchten. Dazu haben wir vier Filme von afrikanischen Regisseur*innen aus verschiedenen Regionen des Afrikas der Subsahara ausgewählt, die Themen von (Frauen-)Fußball bis zum kolonialen Erbe ihrer Länder behandeln und Expert*innen zu den jeweiligen Themen eingeladen, um nach dem Film in eine Diskussion eintreten zu können.

Ort: Großer Hörsaal der Biologie (Schänzlestraße 1, Botanischer Garten).
Uhrzeit:
jeweils 20 Uhr s.t.
Preis: Eintritt: 1,50 Euro. Notwendig ist der einmalige Erwerb des Mitgliedsausweis des aka-Filmclubs für 3,50 Euro.

 

Donnerstag
7.11.2019

In Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Freiburg
Khartoum Offside (Originaltitel: Oufsaiyed Elkhortoum)
Regie: Marwa Zein – Produktionsland: SUD/N/DK, 2019
Version: Arabisch mit englischen Untertiteln – Länge: 75 Mi-nuten
Gast: Volker Finke, ehemaliger Trainer der Herren des SC Freiburg und der Männer-Nationalmannschaft Kameruns

Über den Film:
Die in Saudi-Arabien geborene und aus dem Sudan stammende Regisseurin Marwa Zein begleitet eine Gruppe junger Fußballerinnen in Sudans Hauptstadt Karthoum, deren Ziel es ist. eine Frauenfußball-Nationalmannschaft zu gründen – und das, obwohl es Frauen im Sudan verboten ist Fußball zu spielen. Zeins Film feierte im Februar 2019 bei den Filmfestspielen Berlin seine Weltpremiere.
Nach dem Film wird es die Möglichkeit geben, mit Volker Finke über seine Erfahrungen im afrikanischen Fußball und seine Einschätzung der Entwicklung des Frauenfußballs auf dem Kontinent zu sprechen.

Donnerstag
14.11.2019

Die Schwarze aus Dakar (Originaltitel: La Noire de...)
Regie: Ousmane Sembène – Produktionsland: SN/F, 1966
Version: Französisch mit deutschen Untertiteln – Länge: 65 Minuten
Gast: Beathe Thill, literarische Übersetzerin und ehemalige Redakteurin iz3w

Über den Film:
Ousmane Sembènes Film gilt als der erste Langspielfilm eines schwarzen Regisseurs aus Subsahara-Afrika. In seinem Portrait einer schwarzen Hausangestellten einer französischen Familie in Dakar beschäftigt er sich mit dem Postkolonialen Erbe Senegals. Vor dem Film wird es eine Einführung von Beate Thill geben.

Donnerstag
21.11.2019

Ayanda
Regie: Sara Blecher – Produktionsland: ZA, 2015
Version: Englisch mit deutschen Untertiteln – Länge: 105 Minuten

Über den Film:
Die 21-jährige Ayanda muss nach dem Tod ihres Vaters dessen Autowerkstatt weiterführen und dabei einigen Erfindungs-reichtum beweisen, um das Geschäft vor dem Ruin zu be-wahren. Die südafrikanische Regisseurin Sara Blechner zeigt in ihrem Film sowohl ein junges und modernes Südafrika, in dem Frauen ihre kreativen Stimmen erheben, als auch die großen Probleme, mit welchen sie dabei konfrontiert werden.

Donnerstag
28.11.2019

Ephraim und das Lamm (Originaltitel: Lamb)
Regie: Yared Zeleke – Produktionsland: ETH/F/D, 2015
Version: Amharisch mit deutschen Untertiteln – Länge: 94 Minuten
Gast: Hala Elamin, Referentin von „Bildung trifft Entwicklung"

Über den Film:
Nachdem seine Mutter gestorben ist, muss der neunjährige Ephraim zu seinem Cousin Solomon ziehen, da sein Vater in der Hauptstadt Äthiopiens Addis Abeba Arbeit suchen möchte. Dort soll er sein von zuhause mitgebrachtes Lamm als Beweis seiner Männlichkeit opfern, was er mit allen Mitteln verhindern möchte. Yared Zeleke setzt sich in seinem Film, der 2015 bei den Filmfestspielen in Cannes seine Premiere feierte, mit den Geschlechterbildern im ländlichen Äthiopien auseinander. Nach dem Film wird es ein Filmgespräch unter Leitung von Hala Elamin von „Bildung trifft Entwicklung" geben.